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Das Sanskrit- Wort „Yoga“ bedeutet „Einheit, Vereinigung“, ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist in allen Aspekten des Lebens. Das Ziel von Yoga ist: körperliches Wohlbefinden, Glück, innere Zufriedenheit und Gelassenheit wiederzuerlangen.

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Eigenschaft des Monats: "PRATYAHARA"

Mit dem fünften Glied Pratyahara beginnen die inneren, manche sagen auch, die höheren Stufen des Yoga.

Pratyahara heißt Rückzug oder Zurückziehen. Gemeint ist das Zurückziehen der nach ausengerichteten Sinne von den Objekten.

Hier findest du noch eine Ärklärung von Sukadev:

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Pratyahara

Pratyahara heißt tatsächlich einfach nur Rückzug und Zurückziehen. Es ist natürlich insbesondere im Raja Yoga von einer besonderen Bedeutung, da ist es das Zurückziehen, der Rückzug der Sinne. Aber auch sonst, beispielsweise wenn irgendwo Menschen sich zurückziehen oder Soldaten in der Schlacht sich zurückziehen, auch das ist Pratyahara. Aber für uns von besonderem Interesse, Pratyahara als Rückzug der Sinne.

Pratyahara ist eine der Ashtangas, der acht Stufen im Yoga: Yama – Ethik im Umgang mit anderen. Niyama – persönliche DisziplinAsana – Stellung, KörperstellungenPranayama – Atemübung. Dann folgt als fünftes Pratyahara – Zurückziehen der Sinne. Darauf folgt Dharana – KonzentrationDhyana – Meditation, Absorption, Samadhi – Überbewusstsein.

Pratyahara, das Zurückziehen der Sinne ist ein Teil der Meditation. Du setzt dich hin, Asana. Du regulierst deinen Atem, Pranayama. Dann machst du etwas, um deinen Geist, deine Sinne und deine Aufmerksamkeit nach innen zu ziehen. Da gibt es verschiedene Pratyahara-Übungen, z.B. Affirmationen, Gebet, Atembeobachtung, dir den Sinn und Zweck der Meditation vergegenwärtigen. All das ist Pratyahara. Danach folgt Dharana, die eigentliche Konzentration, die eigentliche Meditationstechnik. Dann folgt Dhyana und Dhyana ist dann das Hineinfallen in die tiefe Meditation, die in Samadhi, im Überbewusstsein mündet. Pratyahara ist also ein wichtiger Teil in der Meditation. Das Zurückziehen der Sinne und des Geistes, indem du etwas machst, was den Geist nach innen zieht und inspiriert.

Pratyahara ist auch eine Übung im Alltag. Wann immer du Wünsche hast, kannst du lernen, ihnen nicht zu folgen. Und anstatt dann frustriert durch die Gegend zu laufen, übst du Pratyahara, du ziehst deinen Geist nach innen, du spürst nach innen, du fühlst nach innen, du fühlst das Selbst oder du fühlst dein Mantra, du wiederholst den Atem usw. Also, anstatt jeder Sinneswahrnehmung zu folgen, anstatt jeder Emotion zu folgen, anstatt jedem Gedanken zu folgen, ziehst du dich einfach nach innen, von innen bekommst duKraft.

In einem anderen Sinne ist Pratyahara auch die Tiefenentspannung. Wenn man im Hatha Yoga die Körperstellungen übt, dann sind das auch Asanas. Wenn du die Atemübungen übst, ist es Pranayama. Machst du die Tiefenentspannung, ist es auch eine Weise, nach innen zu gehen, den Sinnen nicht nach außen zu folgen, sondern im Hier und Jetzt sein und dabei die Ausdehnung des Bewusstseins zu spüren.